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30 Jahre HI-Virus!

Die Tagesschau berichtet heute darüber, dass vor 30 Jahren HIV entdeckt wurde: Klick!

aids-schleife

30 Jahre ist es nun schon her, in denen die Medizin rasante Fortschritte gemacht hat. Die Gesellschaft – man muss zugeben, auch manche Medien – aber zu einem großen Teil leider nicht.

Ein besonderer Dank gilt der damaligen Gesundheitsministerin Rita Süssmuth, die sich in frühen Zeiten gegen die Stimmungsmache von Gauweiler, Geis, SPIEGEL und Co durchsetzen konnte und auf Aufklärung setzte, statt Positive wegsperren zu wollen, Zwangstests durchzuführen und sogenannte Risikogruppen zu diffamieren. Die heutigen niedrigen, stabilen Infektionszahlen in Deutschland zeigen, dass dies der richtige Weg war.

Auch Positive, die sich damals gewehrt, eingesetzt und aggressiv für ihre Rechte gekämpft haben, sind mit dafür verantwortlich, dass wir heute da stehen, wo wir stehen und weiter darauf aufbauen können.

Aber es gibt noch viel zu tun. Meine afrikanischen und osteuropäischen, selbst einige amerikanische Freundinnen und Freunde, die ich auf der Weltaidskonferenz in Washington kennengelernt habe, haben oft keinen Zugang zu Medikamenten – Patients NOT Patents!

Diskriminierung und Ausgrenzung sind immer noch ein Problem, es scheint, als ob man gegen Windmühlen ankämpft. Die Fakten sind doch ganz klar, aber trotzdem gibt es Menschen, die anderen das Leben schwer machen, obwohl es keinen Grund dafür gibt.

Ich habe mir vorgenommen, nächstes Jahr wieder zur Weltaidskonferenz nach Australien in Melbourne zu fliegen. Nicht nur, weil ich vielen anderen Aktivisten versprochen habe, dass wir uns wieder sehen, sondern vor allem, um sichtbar zu sein, die Konferenz mitzugestalten und zu demonstrieren. Die Leute, Forscher und Experten sollen nicht über uns reden, sondern mit uns!

10 JAHRE COMING OUT

Ein ganz besonderes Jubiläum, über eine Entscheidung, die mein Leben verändert hat. Wenn es euch gefallen hat, würde ich mich freuen, wenn ihr einen Daumen hoch gebt und das Video teilt, weil mir das Thema wirklich wichtig ist.

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Hattet ihr auch schon mal ein Coming Out oder kennt ihr Leute, die sich geoutet haben? Wie ist es gelaufen? Wie würdet ihr z. B. reagieren, wenn euer bester Freund oder eure beste Freundin sich euch anvertraut?

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Kennt ihr das?

Kennt ihr das, wenn ihr mit einer Situation einfach nicht zufrieden seid? Kennt ihr das, wenn eure Motivation quasi unter der Erde begraben liegt? Kennt ihr das, wenn ihr etwas tolles erfahren habt, aber noch niemandem davon erzählen dürft?

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Feiertage eignen sich doch besonders gut dazu, sich Gedanken zu machen. Heute war ein solcher, an dem ich über viel nachgedacht habe und über einiges werde ich jetzt schreiben. Wo fange ich an?

Eigentlich sollte ich in diesem Moment über meinen Unterlagen hängen und Mathematik pauken, da ich am Samstag eine Zugangsprüfung absolviere, um ab Oktober studieren zu können. Meine Motivation befindet sich aber gerade an einem Tiefpunkt.

Auf die Prüfung bin ich, was Deutsch und Englisch betrifft, perfekt vorbereitet. Aus diversen Gründen konnte ich mich auf Mathematik aber erst verspätet, wahrscheinlich zu spät, vorbereiten und werde (davon gehe ich aus) die geforderten 60% richtigen Lösungen nicht bewerkstelligen können.

Ich muss nicht studieren. Seitdem ich eine berufliche Ausbildung abgeschlossen habe, arbeite ich in diesem Beruf und verdiene auch genügend Geld. Aber ich will es. Ich will soziale Arbeit studieren. In aller erster Linie für mich, ohne zu wissen, welchen Beruf ich nach dem Studium genau ausüben will.

Aber natürlich will ich auch weiter kommen. Voraussetzungen erfüllen, um in einem Themenfeld zu arbeiten, dass mich ausfüllt und in dem ich am besten aufgehoben bin.

Da ich aber kein Abitur habe, muss ich diese Prüfung schreiben, in der Abiturwissen aus drei Bereichen, eben auch Mathematik, abgefragt wird. Sich selber den Mathematikstoff aus der Oberstufe beizubringen ist aber gar nicht so leicht und beansprucht mehr Zeit, als ich gedacht hätte.

Am Samstag werde ich natürlich trotzdem mein bestes geben, aber heute, so kurz vor der Prüfung, war ich etwas geknickt, weil mir bewusst wurde, dass ich es höchstwahrscheinlich nicht schaffe. Es wird mich nichts davon abhalten, mich in einem Jahr wieder zu bewerben und anders an die Sache heranzugehen, dass macht mich in diesem Moment aber auch nicht unbedingt glücklicher.

Das sind so Augenblicke, in denen man denkt, wie Scheiße manche Situation doch gerade ist und vergisst, dass es immer eine zweite Chance gibt, auch wenn es dauern wird. Warum bin ich also so enttäuscht? Wahrscheinlich ist das normal, eine Kopfsache, die in ein paar Tagen wieder verschwunden ist.

Ich habe mich nun dazu entschieden, mich von den Unterlagen abzuwenden und ein wenig darüber zu schreiben. In der Vergangenheit hat mir so etwas immer geholfen und das wird es jetzt bestimmt auch. In meinen Kopf kriege ich gerade sowieso nichts mehr rein.

Es gibt aber auch gute Neuigkeiten: Vor zwei Tagen habe ich einen Anruf erhalten, mit einer unerwarteten, sehr tollen Nachricht. Diese wird wahrscheinlich Einfluss auf meine weiteren Aktivitäten nehmen, auch YouTube wird davon zum Teil betroffen sein.

Problem: Ich darf es “der Öffentlichkeit” noch nicht verraten! Und ich bin ein Mensch, der seine Klappe nie (!) halten kann, wenn was tolles passiert. Oh man! Das ist ungefähr so wie damals, als ich bis zur Pressekonferenz nicht erzählen durfte, dass ich offizieller Botschafter des Welt-AIDS-Tages bin.

Bisher wissen es nur ein paar Freunde, denen ich aber angedroht habe sie zu erschießen, wenn sie irgendjemandem davon erzählen. Ich spiele Counter Strike. Ich weiß, wie man Leute abknallt.

Nun ja, ich werde euch Mitte nächsten Monats, im Juni, ausführlich informieren, was passiert ist. Es wird ein Video, einen Artikel und vieles mehr von mir dazu geben! Und wenn ich sage, dass es auch Auswirkungen auf YouTube hat, dann nur positive. Sobald ich euch erklärt habe, worum es geht, werdet ihr mir zustimmen – Das wird toll!

Apropo YouTube… ja, ich weiß, ich habe lange kein Video gemacht, aber auch daran arbeite ich.

Manchmal kommt einem einfach immer etwas dazwischen. Das Leben zum Beispiel. In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Abend!

PS: Kennt ihr das, wenn ihr euch etwas von der Seele geschrieben habt und euch danach besser fühlt? ;-)

Mit diesem Video starte ich meine neue Reihe “Marcels Meinung”, in der ich zu bestimmten Dingen meine Haltung erläutere! Das besondere daran wird sein, dass ich in sozialen Netzwerken (siehe unten) vorher erfragen werde, was euch dazu einfällt, um auch andere Stimmen zu Wort kommen zu lassen!

Also, was hältst Du von der Todesstrafe? Schreib es in die Kommentare!

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Da es momentan sehr hip ist, homosexuell zu sein, folge ich diesem Trend seit ein paar Wochen und möchte von meinen Erfahrungen berichten!

Wie findet ihr diesen Trend? Macht ihr mit? Und: Kennt ihr diese Leute, die cool sein wollen und deswegen schwul werden, aber voll hetero rüber kommen? Echt Peinlich!

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Ich habe die Ehre, in die Jury des HIV-Community-Preises von Deutscher AIDS-Hilfe, Deutsche AIDS-Gesellschaft, Deutsche Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter und Janssen berufen worden zu sein.

Wer sich in seiner Stadt oder Gemeinde gezielt für die Verbesserung der Lebenssituation und Versorgung von Menschen mit HIV einsetzt, kann sich ab sofort um den HIV-Community-Preis bewerben.

Eine unabhängige Jury mit Vertretern der Wissenschaft und Medizin, des Nationalen Aids-Beirats und der Kommunalpolitik sowie der Akademie Waldschlösschen und der Community wird die eingereichten Bewerbungen begutachten und den Preisträger wählen.

In meiner Vorstellung als Jurymitglied schreibe ich:

“Es gibt nichts wichtigeres als Menschen und Organisationen, die sich kreativ und engagiert für eine vielfältige und starke Community einsetzen. Ihnen kann durch diesen Preis finanziell die Möglichkeit geboten werden, ihre Ideen umzusetzen. Das wichtigste ist aber Anerkennung und Respekt für ihre Arbeit, die nicht selbstverständlich ist. Sie können ein Vorbild für viele andere sein, dass Engagement Spaß macht, einen Sinn hat und nicht umsonst ist.”

Es wäre toll, wenn ihr euch die Website anschaut und ggf. Projekte einreicht, die sich zur Bewerbung eignen, damit ich eine große Auswahl habe, die ich mit meinen Jurykollegen auswerten kann. Teilt es, gebt es in eure Netzwerke, schreibt es in eure Newsletter und macht es bekannt – Danke!

Der Preis ist mit 12.000 € dotiert und wird im Juni 2013, im Rahmen des 6. Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongresses (DÖAK) in Innsbruck, verliehen.

Alle Infos: http://www.hiv-community-preis.de

Das Bundesverfassungsgericht hat die Rechte von homosexuellen Paaren gestärkt. Worum es sich dabei handelt, kann man in diesem Artikel der Tagesschau nachlesen!

Prompt kommen auch die ersten Reaktionen von Gegnern dieser Gleichstellung, die z. B. behaupten, dass ein Kind unbedingt einen Vater und eine Mutter braucht, um glücklich zu sein, sowie außerdem (in der Schule oder anderswo) gemobbt wird, weil es homosexuelle Eltern hat!

Was bringt Menschen zu dieser Annahme? Dieses beliebte Argument der Gleichstellungsgegner wurde durch zahlreiche Studien widerlegt! Einem Kind geht es nicht schlechter, weil es gleichgeschlechtliche Eltern hat. Manchmal entwickelt es dadurch sogar besondere soziale Kompetenzen.

Mit der Aussage, dass so etwas verboten werden sollte, weil Kinder in der Schule gemobbt werden, macht man Opfer zu Tätern! Nicht das Kind oder die Eltern sind Schuld, wenn andere es mobben, sondern diejenigen, die dies tun! Mir reichen populistische Aussagen wie diese nicht, um Diskriminierung gelten zu lassen, ich bitte um Fakten! Und die sagen – wie oben geschrieben – das Gegenteil aus.

Im Übrigen geht es in diesem Urteil darum, dass ein Kind bereits bei einem gleichgeschlechtlichem Paar lebt. Die eine Mutter hat es adoptiert, während die andere es nicht zusätzlich adoptieren durfte. Dies bedeutet für das Kind rechtliche Unsicherheit!

Ich frage also: Wenn euch angeblich das Kindeswohl (Argumente: Es wird ja gemobbt, es braucht Vater und Mutter) so wichtig ist, warum wollt ihr dann Maßnahmen verhindern, die die rechtliche Situation des Kindes absichern? Das ist scheinheilig!

Kurznotiz ist eine Reihe auf meinem Blog, in der ich aktuelle Themen aufgreife, zu denen ich kurz und spontan ein paar meiner Gedanken dazu äußere – Ihr seid herzlich zur Diskussion in den Kommentaren eingeladen!

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